60 Jahre im Dienste des Autorenfilms

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Alles began am 14. März 1952, als die hauptstädtischen Filmfreunde vom CAL zwei befreundete Clubs aus Esch/alzette (ACE) und aus dem Roeserbann (CAR) zu einem Treffen nach Livange einluden, um über eine etwaige Gründung eines Verbandes zu beraten.Aus dieser Sitzung ging ein provisorischer Vorstand unter der Leitung von Pierre Bertogne (CAL) hervor mit deer Aufgabe eine Gründungsversammlung vorzubereiten, was dann auch am 23. Dezemeber desselben Jahres geschah. Pierre Bertogne wurde als Präsident bestätigtm und ihm zur Seite standen Evy Friedrich (CAL) und Victor Henx (ACE) als Vize-Präsidenten. Schriftführer wurde Léon Berger (CAR) und Schatzmeister Pierre Kintzinger (CAL).

Ab Begin hatsich die FGDCA dem Internationalen Verband angeschlossen elche unter dem Kürzel UNICA bekannt ist. Dieser Dachverband zählt heute 34 angegliederte Verbände und ist Mitglied der UNESCO über den CICT.

Nach dem hauptstädtische Verein CAL den UNICA-Festival 1950 in Bad Mondorf mit Erfolg durchgeführt haatte, war es 1969 die Verbandsmannschaft unter Pierre Bertogne und dem damaligen Schriftführer Jean Biwer die den Weltkongress und Festival der UNICA im hauptstädtischen Theater organisierten. 22 Landesverbände nahmen damals mit 86 Filmen teil. Viele Jahre später waren die damaligenTeilnehmer immer noch voll des Lobes ob der perfekten Organisation und dem herzlichen Empfang.

1975,nach 22-jähriger Präsidentschaft, trat Pierre Bertogne ab und reichte den Stab an Georges Fondeur weiter. Dieser trat dann mit einer stark erneuerten und teilverjüngten Mannschaft an. VizeprÄsidet wurde Camille Bourscheid.Schriftführer Jean Ensch und Schatzmeister Marco Klein. Mit Viviane Hoff trat erstmals eine Frau ins Zentralkomitee.

Im September 1977 wurde das 25-jährige Gründungsjubiläum gebührend begangen. ZU dieser Gelegenheit gab es mehrere Veranstaltungen, wie eine Retropektive der besten luxemburgischen Filmstreifen, ein Galaabend mit preisgekrÖnten Filmen der UNICA 1977 und zum Abschluss ein internationaler Wettbewerb fÜr den besten lustigen Film, der übrigen von damaligen CAL-Vorsitzenden Jemp Ensch gewonnen wurd mit seinem Film "Et wor emol". Der Anklang bei Publikum war damals beträchtlich und es war sonder Zweifel der Höhepunkt der S8 und 16mm Filme.

Zwischen 1970 und 1980 zählte di FGDCAauch die miesten Mitglieder in seiner damals noch jungen Geschichte. Neben den vorerwähnten Clubs CAL. ACE und CAR, später Club des 5, heute Video Flas Roeserbann, gab es zu diesem Zeitpunkt noch jede enge Vereine, die meisten davon im Süden. So gab es den CA Pétange, und den CA Differdange, den CA Bettembourg, den Club Amcis Schifflange, den Euro Ciné Dippach, wie auch den CC75 Dudelange. Allein in der Hauptstadt gab es deren 5 und zwar den CA Luxembourg, den CA Gasperich, den Club 816 in Hollerich, Caméra 2000 sowie den CA Septfontaine Rollingergrund. In Hesperingen, also am Rande der Hauptstadt, entstanden desweiteren der HCC und AFO. Im Norden und Osten unseres Landes war die FGDCA auch gut vertreten, sowohl mit CC Diekirch, CA Troisvierges wie auch mit dem CA Echternach.

Das Jahr 1985 wurde ein Schlüsseljahr fur die nunmehr 33-jährige FGDCA als eine aussergewöhnliche Generalversamlung einstimmig beschloss den Verband und seine Wettbewerbe dem neuen Medium Video zu öffnen.

Am 18. Oktober 1986 lud der Verband zum 1. Nationalen Videotag. Nebst zwei Workshops mit Rudi von Känel aus bern (CH) zum Thema Filmgestaltung bzw. René Steichen zum Thema Synthese-Bild oder Bild ohne Kamera, beschloss ein grosser nationaler Videowettbewerb diesen Tag.

Im Laufe der Jahre setzte leider auch, ein Vereinssterben ein. Aufgelöst wurden die Clubs aus Differdingen, Gasperich, Petingen, Troisvierges, Hesperingen, Caméra 2000 und die AFO, wie leider auch der Mitbegründer aus Esch/Alzette.Ersetzt wurden sie durch die Vereine Videomania Bettembourg, Photo-Ciné aus Schütteringen, Kohler Movies Lëtzebuerg (KML), CAV Spuerkeess und Filmreaker asbl.

Zwischen 1991 und 2001, stand der Verband unter neuer Führung mit and er Spitze Roger Hansen. Diese jahre saen alsdann den Siegeszug des Videos und in der Hauptsache des digitalen Videos.

1988 am Kongress im Zillertal wurde dann die Ausrichtung des Kongresses 2002 von der Generalversammlung der UNICA einstimmig ein drittes Mal an uxemburg vergeben.

Ein Organisationskomitee unter der Leitung von Georges Fondeur, der nunmehr auch die Präsidentschaft des Verbandes wieder übernommen hatte, sowie Louis Schmitz, als Schriftführer, hat dann auch keine Zeit und Mühe gescheut um den 250 angereisten Teilnehmern eine schöne und abwechslungsreiche UNICA zu bieten. UNter dem Strich wurde es ein voller Erfolg und die Räumlichkeiten des Haupstädtischen Konservatoriums erwiesen sich als sehr wohl geeignet für die Durchführung des Festivals an dem nicht weniger als 31 Länder mit 130 Filmen teilnahmen.

Im Jahre 2003 übernahm Louis Schmitz die Präsidentschaft der FGDCA die er bis heute innehat [nicht mehr aktuel]. Mit Christiane Ensch trat dann zum zweiten Mal eine Frau kin den Zentralvorstand.

Seit den letzten 9 Jahren konnte dann die FGDCA dann auch so manche Früchte ihrer langjährigen Bemühungen einfahren. so ernteten die Luxemburger Programme in diesem Zeitraum eine bis dahin nie dagewesene Anwahl Medaillen. So wurden folgende Preise errungen:

2002 Bronze für Combattant von Daniel Nolde & Steffen Hacker, CAVS
2003 Bronze für Simuliert von Steffen HAcker & Daniel Nolde, CAVS
2006 Silber für Das andere ausserwählte Volk, von Guido Hansen, CAL
2007 Bronze für Homotec von Guy Breden & Dan Weiser, CAL
2007 Bronze für Leben am seidenen Faden von Willy Lang, CAL
2008 Silber und Prix Jeunesse für "Mona" de Marc Barnig, KML
2009 3.Prix WMMC pour "Der Tenor" von Willy Lang, CAL
2010 Bronze fÜr Pardnner pas oublier, von Camille Bourscheid (CAE)

2008 wurden nochmals die Statuten geändert. So wurde aus der Fédération Luxembourgeoise du Cinéma Non Professionel, die Fédération Luxembourgeoise du Cinéma d'Auteur. Alles was an Amateure erinnern konte wurde aus den Satzungen gestrichen, da es erstens heutzutage für Amateur Filmveranstaltungen kaum noch öffentlich Fördergelder gibt und zweitens um dem Beispiel vieler Verbände sowie auch der UNICA Folge zu leisten. Letztere heisst seit 2005 Union INternationale du Film. Der Kürzel FGDCA wurde beibehalten. In der Hauptsache jedoch wurde nunmehr eie Einzelmitgliedschaft im Verband ermöglicht, was verschiedene offizielen Organisationen, wie den Jugenclubs vom Service National de la Jeunesse sowie auch Privatpersonen die Möglichkeit eröffnete Mitglied im Verband zu werden ohne einem strukturierten Filmclub anzgehören.

Dieser Schritt sollte sich dann auch sehr positiv auf die weitere Entwicklung des heiischen Filmerschaffers auswirken, wurden seither nicht weniger als 20 File am Nationalwettbewerb geneldet, ja sogar einmal 32 an der zahl. Die meisten davon kamen aus den Jugendclubs.
Viele der meist geschätzten Preise und Auszeichnungen, sowohl national wie international wurden in der Zwischenzeit von Autoren aus dieser Kategorie gewonnen. Durch diese kluge und vorausschauende Entscheidung der Verbandsleitung wurde dem Luxemburger Autorenfilm wichtiges neues Blut zugeführt was sich dann inder Bilanz (siehe oben) positiv bemerkbar machte.

Zweimal, 2006 und 2009 wurde der Benelux-Festivl mit grossem Aufwand im Clerfer Schloss ausgerichtet, was den Kuxemburg Autoren die Gelengenheit bot, sich mit den besten niederländischen und belgischen Filmemmachern zu messen. Auch wurden in den vergangennen Jahrenmit Erfolg Workshops für Filmanalyse und Filombewertung durchgeführt, zwar 2005 mit Jeanne Glass, eier Film-pädagogin aus Frankreich, und 2009 mit Bernd Lindner, Vize-Präsident und Jurybeauftragter vom Bund Deutscher Filmautoren (BDFA). Seit 2004 werden desweiteren neben dem Concours Natinal auch der Nationale Wettbewerb für den besten Uralubs- und Reisefilm, unter dem Titel "Diekircher Filtage", bei grosser Beteiligung veranstaltet.

Was 2002 uns breingen wird, wissen wir im Augenblick noch nicht. Das Organisationskomitee unter der Präsidentschft von Frau Colette Flesch und der Regie von Koordinator Louis Schmitz hat auch diesmal keine Zeit und Mühe gescheut nu einem auf höchstem internationalen Niveau stehenden Filmereignis den passenden Rahmen und die bestmöglichen Arbeitbedingungen zu beschaffen. Jedenfalls wird die UNICA 2001 erneut einen leuchtenden Höhepunkt inder Geschichte der FGDCA darstellen und hoffenlich dem heimischen Filmeschaffen eine weiteren Auftrieb verschaffen.

(August 2011)